Ladegeräte für NiMH- und NiCd-Akkus
Die Leistungsdichte von NiMH-Zellen wurde in den letzten Jahren immer weiter erhöht. Dies und die weite Verbreitung dieser Technologie macht sie zu einer leistungsfähigen und preiswerten Alternative im Bereich der mobilen Energieversorgung.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Nickel-Metallhydrid- oder Nickel-Cadmium-Akku zu laden.
Standard-Ladeverfahren
Standardladegeräte verfügen über keine elektronische Überwachung des Ladevorganges. Die Anpassung von Ladespannung und Ladestrom erfolgt über die Auslegung des Netztransformators, der die Netzspannung auf den gewünschten Wert umwandelt.
Beim Ladeverfahren mit Timerüberwachung sind Ladestrom und Ladezeit an die Kapazität der spezifizierten Akkus angepasst und fest eingestellt. Nach Ablauf des Timers schaltet das Ladegerät auf Erhaltungsladung um. Bei diesen Ladeverfahren wird immer die gleiche Kapazität in den Akku geladen.
Das –∆U-Verfahren
Das gebräuchlichste „intelligente“ Ladeverfahren für NiMH- und NiCd-Zellen ist das –∆U-Verfahren. Unabhängig vom Ladezustand werden die Akkus vollgeladen, eine Überladung wird verhindert. Mit diesem Verfahren sind auch sehr kurze Ladezeiten (hohe Ladeströme) problemlos realisierbar.
Ein Mikrocontroller überwacht hierbei den Spannungsanstieg des Akkus während der Ladung. Gegen Ende der Ladung nähert sich der Akku seiner Ladeendspannung. Ist der Akku voll, sinkt die Zellenspannung wieder um einige Millivolt ab. Dieser Spannungsabfall (–∆U) dient als Indikator für die Umschaltung von „Ladung“ auf „Erhaltungsladung“, um im weiteren Verlauf die Selbstentladung des Akkus zu kompensieren.
Beim –∆U-Verfahren ist es wichtig, den Spannungsabfall beim Erreichen des Voll-Zustandes präzise zu erkennen. ANSMANN-Industrieladegeräte profitieren von der langjährigen Erfahrung des Unternehmens im Bereich Konsum-Ladetechnik. Geräte dieser Technologie sind nun schon seit über 15 Jahren millionenfach in Gebrauch und für ihre hohe Qualität bekannt. Zahlreiche Testsiege sind der eindrucksvolle Beweis dafür!
Individuelle Lösungen
Für individuelle Lösungen werden Ladegeräte mit externer Ladeschale sowie in die Kundenapplikation integrierte Ladetechnologie entwickelt.
Alle Standard-Industriegeräte von ANSMANN arbeiten nach dem –∆U-Prinzip. Die Geräte verfügen zusätzlich über einen Sicherheitstimer und optional über Temperaturüberwachung oder Entladefunktion.
Als kostengünstige Möglichkeit können auch auf die Kundenanwendung angepasste Timerlader und ungeregelte Ladegeräte angeboten werden.







